Bring dein Blog zum wachsen: Hard but smart

Bring dein Blog zum wachsen: Hard but smart


Wir freuen uns Daniela Sprung von bloggerabc als Expertin für unseren Blog als Gastautorin gewonnen zu haben. Auf Ihrem Blog gibt sie Einblicke in die Welt des Bloggens und möchte mit ihrem Blog und ihrer Arbeit dabei helfen, das Bloggen zu leben und zu verstehen.  Schön dass Du dabei bist! 

Wie entwickeln sich meine Leserzahlen? Welcher Blogpost wurde am häufigsten geklickt? Wie lange verweilt der Leser auf meinem Blog? Wo steigt er aus? Welcher Artikel ging gar nicht?

Die Fragen kennst du vermutlich. Der Blick auf die Kennzahlen ist für uns Blogger immer wichtig. Du und ich sehen sehr gerne, wie sich die Leserzahlen nach oben entwickeln. Wir freuen uns, wenn Beiträge gut laufen, geteilt und empfohlen werden.

Doch irgendwann stagnieren die Zahlen. Es kommen keine neuen Leser hinzu und die Seitenzugriffe treten auf der Stelle. Bleibt die Frage: Was kannst du dagegen tun? Glücklicherweise eine ganze Menge.

Mach dein Blog zur Marke – Treat it like that

Du bist das Gesicht deines Blogs, auch wenn du ihn als Hobby betreibst. Dein Blog ist mit dir verbunden und du entscheidest darüber, wie er gefunden und wahrgenommen wird.

Du willst, dass dein Blog weiterwächst? Dann fang an, strategisch zu denken und zu handeln. Stell dir dazu folgende Frage: Wer ist deine Zielgruppe und wie kannst du sie erreichen? Beantworten kannst du sie, wenn du mit Personas arbeitest. In dem Artikel „Personas für Blogger“ beschreibe ich dir genau, wie du vorgehen kannst. Das Grundprinzip ist jedoch schnell erklärt: Du stellst dir eine Person vor, die eine ganze Lesergruppe repräsentiert. Für diese Person – daher auch der Begriff Persona – schreibst du dann den jeweiligen Artikel.

Um deine Zielgruppe zu erreichen hast du verschiedene Möglichkeiten:

  • Befragung
  • Content Curation
  • E-Mail-Signatur
  • Facebook-Gruppen
  • Kommentare
  • Newsletter
  • Social Media
  • Vernetzen

 

Mehr Leser durch Wissen und Nutzen

Zu wissen, wo sich deine Zielgruppe überhaupt aufhält, ist wichtig, weil du sonst blind agierst. Mit einem Onlinebefragungstool wie Monkey kannst du einfach herausfinden, welche Netzwerke, Plattformen und Foren deine Leser bevorzugen. Sollten Plattformen dabei sein, die du bisher außer Acht gelassen hast, dann prüfe zuerst, ob sich dein Einsatz dort lohnt.

Schauen wir uns beispielsweise Twitter an. Das Nischennetzwerk ist in Deutschland eher ein Nachrichtenkanal denn Massennetzwerk, kann aber – je nach Blogausrichtung – sehr wertvoll sein. Beobachte die Netzwerke einige Zeit und probiere sie aus. Du wirst schnell merken, was für dich und dein Blog funktioniert, und was nicht. Nimm dir auch die Zeit zu beobachten, wann deine Leser online sind und wann nicht. Wenn du an ihnen vorbei postest, bringt dir die ganze Beobachtung nichts. Die Statistiken der verschiedenen Netzwerke helfen dir dabei, diese Zeiten zu erkennen. Eine gute Analyse ist das A&O für deine strategische Arbeit.

Facebook Gruppen bringen dein Blog nach vorne

Wenn du Experte in deinem Thema bist, sind Facebook-Gruppen ideal für die Positionierung geeignet. Denn wenn du offene Fragen in deinem Spezialgebiet, sage wir DIY oder Food, beantwortest, kannst du dich sehr schnell als Fachmann oder Fachfrau etablieren. Je häufiger du anderen bei ihren Problemen hilfst und dabei Kompetenz beweist, desto eher werden die Gruppenmitglieder auf dich aufmerksam.

Dabei darfst auch auf dein Blog bzw. deine Artikel verweisen. Aber bitte nur, wenn es passt. Beispielsweise weil du das aktuelle Diskussionsthema bereits in einem Artikel behandelt hast. Sonst sieht es schnell danach aus, dass du nur für dich werben willst. Wenn du aber echte Hilfestellung bietest, dann werden dich die anderen schnell auf dem Schirm haben und dein Blog oder deine Facebook-Seite besuchen. Und schon hast du neue Leser.

ProTipp: Nimm die Fragen aus den Gruppen und beantworte sie in Artikeln auf deinem Blog – ohne Namen zu nennen, natürlich. So hast du neuen Content, der auch deinen anderen Lesern weiterhilft und geteilt wird.

Nimm die Arbeit andere Blogger auf und diskutiere sie

Auch andere Blogger und ihre Artikel können dein Blog weiterbringen. Beispielsweise kannst du auf das Rezept eines anderen Bloggers eingehen, daraus zitieren und natürlich auf den Original-Artikel verlinken. Dabei erklärst du aber, was du anders machst und warum. In meinem Fall nehme ich den Text oder die Passage eines(r) Kollegen(in) auf, gehe darauf ein und befürworte deren Meinung oder argumentiere dagegen. Wie ich das gemacht habe, siehst du in meinem Artikel „Vom Mythos der 1.000 Wörter“ oder „Wie Kommunikations- und Lifestyle-Blogger von einander profitieren können“. Die Artikel haben durch diese intensive Auseinandersetzung mit den Themen viel Aufmerksamkeit erhalten, wurden sehr gut geteilt und haben mir viele neue Leser gebracht. Denn eines ist sicher: Wenn du die Artikel andere Blogger konstruktiv aufnimmst, freuen die sich in der Regel darüber und reagieren ihrerseits auf deinen Artikel.

Kommentare vernachlässigen ist ein No-Go

Ich kenne einige Blogs, auf denen die Artikel zahlreich kommentiert werden, der Blogger selbst jedoch leider nicht auf die Kommentare reagiert. Das finde ich traurig, denn die Community ist das Wichtigste, was wir als Blogger haben. Bei einigen Bloggern unterstelle ich bewusst Arroganz. Nach dem Motto: „Habe ich nicht nötig.“ Bei anderen Bloggern weiß ich aus Gesprächen, dass manchmal aus Ratlosigkeit nicht reagiert wird. Die Frage: „Was soll ich denn darauf antworten?“ verunsichert und steht einer Reaktion im Weg.

Aus meiner Sicht ist das der definitiv falsche Weg! Du schweigst ja auch nicht die Person an, die dich nett grüßt oder mit dir spricht. Genau das gleiche gilt für dein Blog. Nimm darum jeden Kommentar und den Menschen dahinter ernst. Es hat sich jemand für dich Zeit genommen, um dir etwas zu schreiben. Und dabei ist es unerheblich, ob es ein einfaches „Toll“, „Danke für den Artikel“ oder eine Kritik ist. Geh darauf ein und zeige, dass du deine Leser wahrnimmst und dir ebenso Zeit für sie nimmst. Das muss nicht immer eine ausschweifende Antwort sein. Oftmals reicht ein „Danke für deinen Kommentar“, wenn du keine konkrete Information hast, auf die du eingehen kannst. Das ist manchmal so. Aber gar nichts zu sagen ist ignorant.

Und wenn du mehrere Kommentare pro Tag bekommst und du es zeitlich nicht mehr schaffst, diese zu beantworten? Dann gehst du auf einzelne Reaktion ein und erklärst direkt im Artikel, dass du an deinen zeitlichen Grenzen angekommen bist. Es gibt verschiedene Lösung. Schweigen ist keine!

Newsletter – der direkte Weg zu deinem Leser

Newsletter sind der direkteste Weg, um mit deinen Lesern in Kontakt zu treten. Warum? Weil in der Regel nur die Leute deinen Newsletter abonnieren, die auch wirklich Informationen von dir wollen. Darum ist es in manchen Branchen ein permanenter Wettkampf, wer mehr Newsletterabonnenten hat. Denn jeder Abonnent ist ein potentieller Kunde für angebotene Kurse, Bücher, Videos etc.

Wie kannst du nun neue Leser gewinnen? Mit einem sogenannten Call to Action in dem Du aktiv darum bittest deine Artikel weiter zu empfehlen, wenn sie ihn mögen. Und keine Angst, das ist nicht aufdringlich. Ganz im Gegenteil, du glaubst gar nicht, wie wenige auf die Idee kommen, dich einfach weiter zu empfehlen. Und Empfehlungsmarketing ist das Nonplusultra.

Denn wem glauben wir bei Empfehlungen? Genau, Familie, Freunde und Bekannten. Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn du deine Newsletterabonnentenzahlen erhöhen willst. Bitte einfach darum oder formuliere es als Appell am Ende deines Newsletters.

E-Mail Signatur geschickt nutzen bringt neue Leser

Du und ich schicken jeden Tag einige (viele) E-Mails an unsere Gesprächspartner. Interessanterweise gehört die E-Mail Signatur zu den am häufigsten vernachlässigten Marketingmaßnahmen, die ich kenne. Dabei gibt es verschiedene Tools, die dir helfen eine sehr schicke und persönliche Signatur zu erstellen, um deine Inhalte zu verbreiten. Eine Möglichkeit ist Wisestamp. Wichtig dabei ist, dass du darauf achtest, was du dem Empfänger mitteilst. Deine Anschrift und Webadresse bzw. Blogadresse sowie deine Social-Media-Kanäle solltest du auf jeden Fall verlinken. Achte auch darauf deinen neuesten Blogpost aufzuführen. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Du bietest mit deiner Mail praktisch einen Newsletter frei Haus an und erreichst so weitere Leser, die dein Blog vielleicht nicht regelmäßig lesen.

Eine Übersicht über weitere Tools für E-Mail Signaturen findest du bei den 21+ Best Email Signature Generators, Tools, &Online & Makers.

Bring Deinen Blog zu wachsen: Hard but smart
Ohne Netzwerke(n) geht nichts

Das A&O jedes Wachstums ist der persönliche Kontakt. Ich selbst sage immer: „Online ist wichtig, aber offline entscheidet.“ Nicht ohne Grund gibt es Netzwerke wie die Digital Media Women, den Rotary Club oder andere exklusive Vereinigungen bei denen es um den persönlichen Austausch geht. Hier entsteht Vitamin B und es sind genau die Leute unterwegs, die unsere Blogs bekannt machen.

Die Menschen, mit denen wir uns in unserer Filterblase gut verstehen sind genau die Personen, die unseren Blog besuchen, Artikel teilen, Postings kommentieren und weiterempfehlen. Allerdings neigen wir dazu, stets die gleichen Veranstaltungen zu besuchen, weil dort die Menschen sind, die wir kennen. Bloggerkonferenzen und Social Media Stammtische beispielsweise.

Darum mein ProTipp: Schau unbedingt über den Tellerrand bei der Auswahl von Veranstaltungen. Es kann sehr sinnvoll sein, Events zu besuchen, die auf den ersten Blick nichts mit deinem Thema zu tun haben.

Dann musst du prüfen, wie dein Thema anderweitig vertreten sein könnte? Gehen wir davon aus, du hast ein Blog über Fashion und Lifestyle. Welche Themen haben mit dir einen Schnittpunkt: Kunst? Nachhaltigkeit? Entspannung? Persönliches Wachstum? Schau dich um, welche Veranstaltungen in deiner Nähe sind und gehe hin, um dich dort zu vernetzten. Ich bin gespannt, was du finden wirst!

Mach es deinen Leser so einfach wie möglich dich zu kontaktieren

Bei einer Vielzahl von Blogs sehe ich, dass die Social-Media-Buttons im Footer untergebracht sind. Ich frage mich immer, was das soll. Wo ist der Sinn den Lesern den Kontakt zum Blogger möglichst schwer zu machen und die Social Buttons zu verstecken?

Wesentlich sinnvoller ist es, deine Besucher so früh wie möglich abzuholen und deine Social-Media-Buttons bereits im ersten Drittel des Blogs zu implementieren. Alternativ lohnt sich eine mitlaufende Leiste, die während des Scrollens durch deinen Artikel stetig auf Augenhöhe deines Lesers ist. So kann er jederzeit darauf klicken und ist nicht gezwungen, wieder an den Anfang des Artikels zurückzukehren. Mach es deinem Leser so einfach wie möglich, sich mit dir zu verbinden. Jeder Klick zu viel sorgt dafür, dass du Leser und Fans verlierst.

Fazit

Du hast viele Möglichkeiten neue Leser zu gewinnen und dein Blog wachsen zu lassen. Oftmals reichen schon kleine Veränderungen, wie Kommentare beantworten, die E-Mail-Signatur anzupassen oder hilfreiche Tipps in den verschiedenen Facebook-Gruppen zu geben. Mit dem Besuch von Veranstaltungen gehst du noch einen Schritt weiter und sorgst mit regelmäßiger Teilnahme dafür, dass du im Gedächtnis der anderen Besucher haften bleibst.

Das Vernetzen untereinander ist extrem wichtig, wenn nicht sogar das wichtigste. Das siehst du daran, dass immer die gleichen Referenten auf Veranstaltungen eingeladen sind. Meistens sind das die Leute, die schon bekannt sind, weil klar ist, dass sie viele Menschen erreichen. Das kannst du auch. Wichtig dabei ist, dass du mit deinem Blog als Marke nach außen trittst. Dein Blog, deine Marke. Und du bist dein Blog!

Vielen Dank an Daniela für diesen tollen Artikel! Mehr von Daniela und bloggerabc findet Ihr hier:

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8 Kommentare
  • Beyhan

    4. Februar 2017 at 19:29 Antworten

    Den Blog von Daniela kannte ich ja noch gar nicht…also hat sich das Lesen des Beitrags gleich doppelt gelohnt ;-) Lieben Dank dafür und die Tipps!

    • Daniela

      13. März 2017 at 17:07 Antworten

      Liebe Beyhan,
      vielen Dank für dein Feedback. Leider sehe ich deinen Kommentar erst jetzt, das tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass dir die Tipps weitergeholfen haben und du sie bereits umsetzen konntest.

      Viele Grüße
      Daniela

  • Katharina

    22. Februar 2017 at 08:17 Antworten

    Ein schöner Beitrag mit einigen Ansätzen, die zwar total auf der Hand liegen aber gerne mal übersehen werden :)

    • Daniela

      13. März 2017 at 17:14 Antworten

      Hallo Katharina,
      entschuldige bitte meine späte Antwort, da ich deinen Kommentar erst jetzt sehe. Ich weiß was du meinst: Manchmal liegt das Gute so nah und man kommt nicht darauf. Geht mir auch häufig so aber dann hilft ein Blick über den Tellerrand. Ich hoffe, der Artikel hat dir weitergeholfen und du konntest bereits das eine oder andere für dich umsetzen. : )
      Viele Grüße Daniela

  • Dési/ Jokihu

    26. Februar 2017 at 20:16 Antworten

    Dankeschön! Ich gehe mal ne Runde lesen auf bloggerabc;)

    Liebe Grüße
    Dési

    • Daniela

      13. März 2017 at 17:14 Antworten

      Ich danke dir und ich hoffe, dass es dir auf bloggerabc gefallen hat. : )

      Viele Grüße Daniela

  • Angela

    3. März 2017 at 12:24 Antworten

    Tolle Tips, vieles weiß man „eigentlich“ schon, aber setzte es nicht um, oder vergisst man. Ich jedenfalls. Daher danke für diesen Artikel und die Erinnerungen!

    LG Angela

    • Daniela

      13. März 2017 at 17:16 Antworten

      Hallo Angela,
      gerade das Umsetzen geht im Alltag immer unter. Mir hilft es oft eine To-Do-Liste zu machen, mir eine Sache davon am Tag vorzunehmen und so Stück für Stück alles abzuarbeiten. Dauert dann zwar aber man kommt voran. : )

      Viele Grüße
      Daniela

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